Cafe Karussell, offenes Treff für schwule Männer jenseits der 60 und ihre Freunde
 
Anbei das Programm für das "Cafe Karussell", den offenen Treff für schwule Männer ab 60 Jahre und ihre Freunde,
für Oktober 2017.
 
Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 14:30 bis 18 Uhr Programm mit Kaffee und Kuchen. Ab ca. 15:30 Uhr Thema mit Diskussion, wie immer im Switchboard der AIDS-Hilfe Frankfurt, Alte Gasse 36, 60313 Frankfurt am Main.
 
Achtung: Der 3.10.2017 entfällt wegen Feiertag. Dafür findet das 1. "Cafe Karussell" im Oktober am 10.1.2017 statt.
 
Das Monatsmotto lautet diesmal "Flughafen und Buchmesse - Tore zur Welt"
 
10.10.2017: Flughafen Frankfurt - Geschichte, Bedeutung, Architekturkritik. Seit fast einem Jahrhundert besitzt Frankfurt einen Verkehrsflughafen, der sich von kleinsten Anfängen zu einem der größten Flughäfen der Welt entwickelte. Er bildet eine eigene, beachtlich große aber auch seltsame Stadt, in der - abgesehen von Hotelgästen - niemand wohnt, aber mehr als 80.000 Menschen arbeiten. Seine schiere Größe sorgt in der Region für permanente Konflikte wegen des stetig wachsenden Flächenbedarfs; die Lärmbelastung durch startende und landende Flugzeuge ist seit langem ein drückendes Problem. Einige Bauten - die wir alle kennen, weil jeder hier schon einmal abgeflogen ist - sind von herausragender Qualität, von den meisten lässt sich das jedoch nicht sagen. Dr.-Ing, Wolfgang Voigt, bis vor kurzem stellvertretender Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM), wird in einem Vortrag die Entwicklung des Frankfurter Flughafens nachzeichnen und dabei die widersprüchlichen Aspekte nicht auslassen.
 
24.10.17: SQL - Schwules Quartett Literatur. Die Buchmesse 2017 ist auch dieses Jahr wieder für das "Schwule Quartett Literatur" Anlass, vier Bücher vorzustellen, die die vier Mitglieder interessant finden. Es sind bis auf ein Buch keine Neuerscheinungen, sondern reichen mit "Corydon" von André Gide (Frankreich 1924), vorgestellt von Hubert Kusch, und den "Tagebüchern 1926-1934" des Zeit seines Lebens in Paris lebenden Amerikaners, Julien Green, einem Freund André Gides, vorgestellt von Michael Holy, in die Zeit vor dem 2. Weltkrieg zurück.
Die zwei anderen Bücher sind nach dieser historischen Zäsur erschienen und können als sehr unterschiedliche Aufarbeitung des deutschen Faschismus gelesen werden: "Katz und Maus" von Günter Grass (1961), vorgestellt von Gerhard Müller, und als einzige Neuerscheinung "Und dazwischen nichts" von Mathieu Riboulet (deutsch 2017), vorgestellt von Jannis Plastargias, einer sehr subjektiven schwulen Geschichtsschreibung über den linken Terror der 1970er und 1980er Jahre. Wie im letzten Jahr verspricht die Auswahl der Bücher spannende Diskussionen.

Außerdem:
Jeden Dienstag in der Zeit von 14 bis 16 Uhr bietet ein qualifizierter Berater der AG36 - Schwules Zentrum- telefonische (069) 295959 und persönliche Beratung für homosexuelle Männer 60 plus in der Alten Gasse 36 an.
 
Ich freue mich auf Euern Besuch und interessante Diskussionen.
Michael Holy
Leiter Cafe Karussell
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