Cafe Karussell, offenes Treff für schwule Männer jenseits der 60 und ihre Freunde
 
 
Liebe Freunde des Cafe Karussell,
Nach so vielen ernsten Themen möchte ich euch - passend zum Sommer - für das Monatsprogramm des "Cafe Karussell", dem offenen Treff für schwule Männer ab 60 Jahre und ihre Freunde, im August 2018 Reiseländer präsentieren.

Das Monatsmotto lautet daher diesmal: "Weite Reisen"

Die Veranstaltungen finden wie immer im Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt am Main von 14:30 bis ca. 18 Uhr statt.
Öffnung ab 14:30 Uhr mit Kaffee und Kuchen und ab ca. 15:30 Uhr gibt es folgende Themen:
07.08.2018:
Polynesien - Paradies oder Missverständnis?
Nicht erst seit der französische Impressionist Paul Gauguin von französisch Polynesien Bilder einer scheinbar paradiesischen Welt malte, gibt es in Europa die Vorstellung, dass das Leben dort sorglos sein müsse. Aber schon Gauguin stellte bei seiner zweiten Polynesien-Reise nach Tahiti 1895 enttäuscht fest, "dass die Europäisierung der Insel inzwischen weiter fortgeschritten war" (Wikipedia). Tahiti mit seiner Hauptstadt Papetee ist eines der am weitesten entfernten Reiseziele für deutsche Touristen. Was erwartet sie dort? Unberührte Strände, Tauchparadiese, günstiger Kauf der berühmten schwarzen "Tahiti-Perlen"? Schon in vorkolonialistischer Zeit war der Handel mit "schwarzen Perlen" ein wichtiger Handelszweig, aber auch ein Schmuck für die Frauen, "denen das Tragen von ... Vogelfedern untersagt war". Das hört sich nach Tabus und strengen Geschlechterregeln an. Was ist mit dem angeblichen ungezwungenen Verhältnis von Frauen und Männern, was ist mit dem "Dritten Geschlecht", den "Mahus"? Jeanne, die von dem Ring-Atoll REAO im Tuamotu-Insel Archipel stammt, und Jörn Gröninger, der viele Jahre auf Tahiti gelebt hat, werden uns mit wunderschönen Bildern und aktuellen Informationen Einblicke in diese bis heute exotische Inselwelt ermöglichen.

21.08.2018:
Mexico - Land der Toten? Mit Mexico verbinden wir in den letzten Jahren hauptsächlich Kämpfe zwischen Drogenkartellen und Morde durch kriminelle Banden. Aber Mexico ist unendlich viel mehr: Das Land ist seit 1821 unabhängig. 1910 beendete der indigene Benito Juarez die lange Diktatur des autoritär regierenden Porfirio Díaz durch eine nationale Revolution. Mexicos entwickelte in der Folge ein "überbetontes Nationalbewußtsein" (Die Zeit, 29.1.1971), repräsentiert in der PRI, der „Partei der institutionalisierten Revolution“, die allerdings spätestens seit den Wahlen 2000 das Vertrauen der Bevölkerung verspielt hatte. Die mexikanische Kultur ist geprägt durch den Rückgriff auf präkolumbianische Traditionen, auch um die Kolonisierung durch die Spanier zu relativieren, was uns die Kultur aller-dings auch fremd macht: Die Sonnenpyramide und die Mondpyramide von Teotihua-can lösen Erinnerungen an die Menschenopfer der Azteken aus. Gleichzeitig gibt es traumhafte Strände, den Karneval von Veracruz, den "Día de los Muertos", das Totenfest, an dem mit Humor der Vorfahren gedacht wird. Kann man als Europäer dieses Land überhaupt verstehen? Javier Legoretta (angefragt) wird uns sein Heimatland mit Leidenschaft näher bringen. Zum besseren Verständnis des Landes gibt es Cocktails mit Mezcal, dem berühmten Agavenschnaps.
 
Ich freue mich auf euer Erscheinen....
Michael Holy
Leiter Cafe Karussell
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