Der CSD in Wiesbaden Teil 2
Hier findet Ihr nun die anderen von der Gruppe ROSA LÜSTE organisterten CSDs von 1994 bis 1998. Im Jahr 1994 war es im Cafe Klatsch und die anderen Male im und um den Schlachthof.
 
Wiesbaden WunderWarm 2
Der 2. CSD in Wiesbaden
Am 19.06.1994 ab 20 Uhr im Cafe Klatsch, 1994, im 25. Jahr nach Stonewall. Weil es das 25. Jahr nach Stonewall war, wollten wir dieses Ereignis in Wiesbaden nicht einfach verstreichen lassen, sondern wenigstens eine kleine Feier machen. Infostände der AIDS-Hilfe und der ROSA LÜSTE waren aufgestellt und im Nachbarzimmer zeigte parallel zum Programm der Videorecorder Dokumentationen über den CSD und schwul-lesbische wichtige (zum Teil selbst aufgenommene) Ereignisse.
 
Das Programm:
Die ROSA LÜSTE ließ die Anwessenden in eine kleine Szene in einen unserer Gruppenabende sehen, unter dem Titel "Wir und der 25. CSD". Hildchen und Extradünn: "Mehr als Travestie". Maddin und seine Gitarre mit schwulen Liedern. Joachim trägt "Gedichtetes und Gereimtes" vor. Die "Liederlichen Lesben" aus Frankfurt singen lesbische Lieder. Ronny und seine Crew zeigen Ausschnitte aus "Die Chez Ronny Show"
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Zu den Bildern unten:  Es fehlt ein Bild vom Auftritt der ROSA LÜSTE, wo es um eine Diskussion über ein Thema geht. Man kann nicht gleichzeit auftreten und Fotografieren. Und es Fehlt mindestens ein Bild von Ronnys Crew.
Oben sind Blicke auf die ZuschauerInnen, links in der mittleren Reihe die Liederlichen Lesben, rechts mitte Maddin, links unten Hildchen und Extradünn und rechts unten Ronny.
Da nicht alle ZuschaxuerInnen Platz fanden, war klar, dass wir zu bescheiden waren und für das nächste jahr nach einen größerem Raum suchen mussten.
 
Nicht im Bild sind auch die beiden Tische der AIDS-Hilfe und der ROSA LÜSTE.
 
Uns war natürlich klar, dass wir nun einen jährlichen CSD an der Backe hatten, der mit sehr viel Arbeit verbunden ist und nicht unbedingt in der Wiesbadener Szene wohlwollend aufgenommen wird und wurde.
 
Was wir beim CSD noch nicht wussten, war, dass dann im Herbst aufgrund der Vereinigung der beiden deutschen Staaten bei der Rechtsangleichung der § 175 StGB endlich vollkommen aus dem Strafgesetzbuch weggefallen ist, statt dass er in die DDR wieder eingeführt worden wäre, wo es ihn nicht mehr gab. Das war uns aber zum CSD-Termin natürlich noch nicht klar.
In der Szene wurde dieses Ereignis kaum wahrgenommen, das man sich dort ohnehin so verhielt, als gäbe es ihn nicht mehr. Nur die noch Verurteilten kümmerten sich notgedrungen noch darum.
Joachim wurde an diesem Tag von Christina Schenk aus dem Bundestag angerufen, die ihm die gute Nachricht mitteilte. Er machte eilig ein paar Plakate und rannte durch die Lokale in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden. Hinterher war er ganz fertig, denn in den einzelnen Lokalen interessierte man sich nicht dafür, nur einige Gäste erklärten ihm, dass man so kein Plakat gestaltet.
Nur ein Wirt in Frankfurt verstand die Brisanz, freute sich mit ihm darüber und fiel ihm vor Freude um den Hals.
 
 
 
Wiesbaden WunderWarm 3
Der 3. CSD in Wiesbaden
30.06. Cruising-Tag durch die Wiesbadener Szene
01.07. CSD-Spektakel im Schlachthof
 
Grußwort:
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein. Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt Beleidigen. (Goethe)
 
Wiesbaden ist bunt - und das bleibt auch so, lautete das Motto des diesjährigen Theatriums Diesen Anspruch gilt es aber nicht nur an Festtagen einzulösen. Deshalb verstehe ich meine Schirmherrschaft nicht als Akt der Toleranz, sondern als Anerkennung.
 
Viel Spaß beim CSD-Spektakel.
Achim Exner
Oberbürgermeister
Grußwort:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
wieder jährt sich der Tag, als sich in New York Schwule gegen staatliche Willkür zue Wehr setzten. Seitrdem feiern Sie als Lesben und Schwule diesen Tag und ich mene: zu Recht.
Zwar werden Lesben und Schwule noch immer rechtlich und gesellschaftlich diskriminiert. Ich denke aber, daß imer mehr Ansätze sichtbar werden, der gesellschaftlichen Ausgrenzung der Lesben und Schwulen entgegenzutreten. Dies gilt nach den jüngsten Initiativen nun auch bezüglich der Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, wenngleich der WEeg noch weit ist. Ich bin der Ansicht, dass es höchste Zeit ist, schwulen und lesbischen Paaren den Zugang zur Ehe oder doch zumindest zu einem gleichwertigen Rechtsinstitut zu öffnen, wie es überhaupt notwendig ist, rechtliche und tatsächliche Schlechterstellungen von Schwulen und Lesben zu beseitigen. Ich kann Ihnen versichern, daß die hessische Lanedsregierung.jegliche Tabuisierung und Diskriminierung von Lwesben und Schwulen in allen Bereichen energisch entgegentritt und eine entsprechende emanzipatorische Politik unterstützt.
Noch viel wichtiger als staatliche Maßnahmen aber ist eine lebendige und kraftvolle Scvhwulen- und Lesbenbewegung, wie sie nicht zuletzt aus der Christoper-Street-Auseinandersetzun hevorgegangen ist.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Fest und ein, wenn ich so sagen darf, erfolgreiches "Cruising".
Iris Blauel
Hesssische Ministerin für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit
Schirmherrschaft und Grußwort von Oberbürgermeister Achim Exner. (Siehe oben links)
 
Grußwort der hessischen Landesministerin Iris Blauel. (Siehe oben rechts)
Da wir von der hessischen Ministerin für Umwelt, Energie Jugend, Familie und Gesundheit Iris Blauel Hilfe für die finanziell angeschlagene Zeitschrift "NUMMER" aus Lottomittel erhielten, luden wir sie ein, uns ebenfalls ein Grußwort zu schreiben und gegebenenfalls als Ehrengast zum CSD zu kommen. (Sie hatte keine Zeit)
 
Fr. 30.06.1995: Wir wollen die Szene in den CSD integrieren. In den Lokalen in Wiesbaden findet am Fr.30.06. ein Cruising-Tag statt. Die Wirte spendeten je einen Geldbetrag (auch ein Fitnesclub spendete), der wurde einem mit dem Joy befreundeten Reisebüro übergeben und diese Reise, das war der Hauptpreis für den Cruising-Day. Außerdem hatten diverse Buchläden und besonders das Antiquariat Wiederspahn Buchpreise zur Verfügung gestellt. Gäste, die an diesem Tag alle Lokale aufgesucht und die dort gestellte Aufgabe gelöst hatten, nahmen an der Verlosung im Schlachthof (am 01.07.) teil. Ziel dieser Aktion war es, den Wiesbadener SzenebesucherInnen die heimische Szene als interessante Szene zu zeigen.
 
Es waren die Betriebe Trend (Lösen eines Kreuworträtsels), Robin Hood (Spaghettiessen ohne Besteck), Dreckspatz (Gesangsdarbietung), Le Courage (eine Denksport-Aufgabe lösen), Joy (Bauchtanz machen), Chez Ronny (als Marianne Rosenberg auftreten), Pussy Cats (einen Seh- und Flugtest bestehen).
 
Sa. 01.07. 1995: Schlachthof Wiesbaden. CSD-Spektakel.
Ab 15 Uhr lesbisch-schwules Sommerfst vor dem Schlachthof mit Infoständen, Kaffee und Kuchen und einem Programm:
Hintergrundmusik von Petra Böttcher, Gedichtslesung von Bernd Schmiech, Schwule Lieder zur Gitarre von Maddin, Joachims Gedichte mit musikalischer Begleitung.
 
 

Links Bernd Schmiech, hier Joachim, links unten Renate und Petra, rechts unten der Sänger indonesischer Liebeslieder.

 
Am Abend ab 20 Uhr stand uns nur die Räucherkammer zur Verfügung. Das gesamte Programm spielte sich dort auf der Bühne ab: Indonesische Liebeslieder, Lesbische Lieder von den Liederlichen Lesben, Tanz und Travestie von Georg aus Frankfurt, Lieder aus den 20er Jahren von La Suerte. Zwischen den Beiträgen stellten sich Schwulen- und Lesbengruppen aus Wiesbaden und der Umgebung vor wie auch die AIDS-Hilfe Wiesbaden. Die Ziehung der PreisträgerInnen der über 40 Preise für die Cruising-Card.
Als Ehrengast besuchte uns Charlotte von Malsdorf aus Berlin und plauderte von ihrem Gründerzeitmuseum in der DDR, den Schwulen- und Lesbenfesten, die sie dort organisierte, dem Naziüberfall nach der Wiedervereinigung bei einem solchen Fest und ihrer Absicht, ein weiteres Gründerzeitmuseum in Schweden einzurichten.
 
   
   
 
Ab 23 Uhr kamen dann DJ Uhura, eine gute Freundin aus Frankfurt, mit ihren House-AnhängerInnen und der tanzwütige Gay-Disco-Szene zum Zuge.
 
 
 
Wiesbaden WunderWarm 4
Der 4. CSD in Wiesbaden
29.06.1996 ab 19 Uhr im Schlachthof Wiesbaden. Zum 2. Mal Schirmherr: Oberbürgermeister Achim Exner

Aus dem hesischen lesbisch-schwulen Netzwerk wurde aber auf Dauer nichts, es war zu wenig Motivation da, sich landesweit zu engagieren. hinzu kam, dass es Ähnliches plötzlich, durch uns angeregt, als Konkurrenz gab, was auch nichts wurde. Also war diese Arbeit erst für die Katz. War wohl nicht die Zeit dazu.

Vorher: Straßenfest der AIDS-Hilfe zum 10-jährigen Bestehen ab 15 Uhr in der Karl-Glässing-Straße.
 
Ab 19 Uhr Eröffnung der CSD-Party im Schlachthof mit einer kleinen Kunstausstellung von KünstlerInnen der FH Wiesbaden, Infoständen von Wiesbadener und überregionalen Gruppen und Initiativen.
 
Das schwule Bläserquintett "Männerliebe" eröffnete den Abend mit klassischer Musik.
 
Kommentar eine Schlachthöfers: "Sowas gab es hier aber noch nicht".

Das humorige Trio Infernal mit Daphne von S.

 
 
 Citro-Vanille, die Ladies-Bluesband ließ die Halle kochen.
 
Ansonsten ging es bei den Infoständen in der Halle rund.
 
Wer nicht da war, war selber schuld.
 
Das Programm: Ab ca. 20 Uhr Maddin mit schwulen Liedern zur Gitarre. Ab ca. 20,45 Uhr Das schwule Bläserquintett "Männerliebe". Ab ca. 21,30 Uhr Das Trio Infernal mit Daphne von S. Ab ca. 22,15 Uhr Citro-Vanille, die Ladies-Bluesband.
 
Ab ca. 23 Uhr Disco mit DJ Uhura in der Räucherkammer
 
 
 
 
Wiesbaden WunderWarm 5
Der 5. CSD in Wiesbaden
 
1997 in den Lokalen von Wiesbaden und im Schlachthof Wiesbaden: CSD-Woche vom Montag 23.06.1997 bis Samstag den 28.06.1997. Schirmherr: Oberbürgermeister Achim Exner
 
Zum 100. Jahrestag der Gründung der 2. deutschen Schwulenbewegung (1897 wurde in Berlin das Wissenschaftlich-Humanitäre Kommitee gegründet) veranstaltet die Lesben- und Schwulengruppe ROSA LÜSTE zum 5. mal in Wiesbaden den stolzen lesbisch-schwulen Befreiungststag, den Christopher-Street-Day.
 
Mo. 23.06. ab 20 Uhr CSD-Feier im Joy,
Dienstag 24.06. CSD-Disco im Pussy-Cats
Mittwoch 25.06. im Seminarraum vom Schlachthof, Podiumsdiskussion über die Thesen von Werner Hinzpeter "Ist erine Lesben- und Schwulenbewegung heutzutage noch nötig?" Den Verbänden gehe es um ihre Selbstrechtfertigung darum zu jammern, obwohl die Lage so gut sei wie noch nie in der deutschen Geschichte.
Donnerstag 26.06. Cruising-Tag durch die Wiesbadener Szene: Trend, Robin Hood, Pussy Cats, Joy, Hauptmann von köpenick, Club Sauna.
Freitag 27.06. Grillfest im Biergarten vom Hauptmann von Köpenick.
 
Samstag 28.06. CSD-Fest mit Infoständen, Tombola, Programm und Disco.
Das Programm besteht aus drei Teilen. Als Co-Moderator konnte der schwule Liedermacher Maddin gewonnen werden.
Im ersten Teil dominiert Kleinkunst auf der Bühne der Räucherkammer. Das Hebauf-Kopf-Duo spielt Standart-Jazz (Kornelia Kopf Piano und und Doris Hebauf Tenor-Saxophon). Leila Haas trägt "Geschichten aus dem Bauch" vor. Erzählungen mit Tanz und Gesang. Schlager der 20er Jahre trägt die Gruppe la Suerte mit Witz und Charme vor.
Der zweite Teil besteht aus Tanz und Travestie in der großen Halle. Aram Lufft zeigt dem Publikum Bauchtanz, Säbeltanz, Schleiertanz und Feuertanz. das Mannheimer Duo Thomas und Bernd treten als Margot und Maria Hellwig auf. Als Straßenmusikant tritt außerdem Aleman auf, der sein Geld tatsächlich als Straßenmusik verdient.
 
Anschließend (als 3. Teil) präsentiert DJ Uhura eine HOUSE-Party in der Räucherkammer.
Rechts oben die Kasse zum CSD-Fest. Dies war wohl der schönste CSD, den wir in Wiesbaden organisiert haben, wenn man mal von 1982 absieht.
 
Nach unten: links, der Straßenmusikant in der großen Halle.
Dann ein Teil der Stände, ebenfalls in der großen Halle.
 
Dann in der Räucherkammer das Hebauf-Kopf-Duo, Standart Jazz.
 
Anschließend Leila Haas, Geschichten aus dem Bauch.
 
Es folgt Aram Lufft, mit seinem Bauchtanz und Schleiertanz.
 Der langjährige Schirmherr des Wiesbadener CSDs, der Wiesbadener Oberbürgermeister Achim Exner, besucht uns auf dem Festival.
Joachim und er plaudern ein bisschen und tauschen Freundlichkeiten aus.
In der Rächerkammer begeistern uns immer wieder La Suerte mit Schlagern der 20er Jahre.
 
In der Halle begrüßen uns dann gekonnt die Hellwigs.
 
Aram Lufft zeigte in der Halle seinen Säbeltanz und seinen Feuertanz.
 
Dieser CSD war, wie wir meinen, der beste, den wir organisiert hatten.

Weitere Infostände, die Schwestern der perpetuellen Indulgenz und der Sexfragebogen. Eine Umfrage der ROSA LÜSTE, die wir ein Jahr lang auf allen Festivals durchführten und mit der wir mehr als 1.000 Antworten sammelten.

 

 Zum Abschluss gab es wieder Disco mit DJ Uhura.

 
 
 
Wiesbaden WunderWarm 6
Der 6. CSD in Wiesbaden
Kein Schirmherr. Da nun ein CDU-Mann Oberbürgermeister war, fanden wir, dass man bei ihm nicht nachfragen sollte, denn die CDU hat ja schließlich die Verfolgung homosexueller Männer mit dem von den Nazis verschärften § 175 StGB betrieben und sich noch nicht dafür entschuldigt. Im Gegenteil. Später, beim Einführen der Verpartnerung strengten mehrere CDU-geführten Bundesländer dagegen (vergeblich) Verfassungsklage an.
Da ist es nicht sinnvol, diese Politik auch noch zu belohnen und nach der Schirmherrschaft zu fragen und dann, wie häufig geschcehen, auch noch mit einer Sekretärin oder einen Stadtrat abgespeist zu werden.
Wo bliebe das unser Stolz beim Gay-Pride-Day.
CSD-Woche in Wiesbaden vom 22. - 27.06.1998 mit einem Programm quer durch die Szene in Wiesbaden,
20 Jahre ROSA LÜSTE von 1978 bis 1998
Mo. 22.06. ab 20 Uhr CSD-Feier im Joy, in der Dotzheimer Straße 37, Eingang Zimmermannstraße, Beginn 20 Uhr.
Di. 23.06. ab 20 Uhr Filmabend in der Filmbühne Caligari: Celluloid Closet, wie Hollywood mit Homosexualität umging.
Mi. 24.06. ab 20 Uhr Frauenabend, erotische Lesung im Seminarraum des Kulturzentrums Schlachthof, Claudia Gehrke liest aus "Mein lesbische Auge" und aus "Mein heimliches Auge".
Mi. 24.06. ab 23 Uhr CSD-Disco im Pussy-Cats, Adlerstraße 33: DJ Peps erfreut Euch mit Seventies und Schlagern
Do. 25.06. ab 20 Uhr im Hauptmann von Köpenick: Die Mysterien eines 20-jährigen lesbisch-schwulen Beratungstelefons.
Fr. 26.06. ab 20 Uhr im Trend: Gäste mit Regenbogenfahne erhalten die Getränke 25% billiger.
Sa. 27.06. ab 19 Uhr Großes CSD-Fest im Kulturzentrum Schlachthof
Das Programm:
Ab 19 Uhr in der Halle Infostände und Tombola. Moderation im Programm: Joachim und Maddin.
Ab ca. 19,30 Uhr Kleinkunst in der Räucherkammen: Oliver und Margarita singen Folk-Balladen. Bernd Aretz liest aus seinen Büchern. Das Theater unter dem Regenbogen zeigt das Stück "Aufwärts". Maddin singt aus "Flotter Dreier": April Stefens
Ab ca 21,30 Uhr die Show in der Halle: Aran Lufft el Churrk "Bauchtanz und Schleiertanz". ROSA LÜSTE 20 Jahre Bewegung, Plauderei mit Dias. Maddin aus "Flotter Dreier" Liesel Stenz. Zwei Männer und ein Luder: Schlager und Chancons aus den 20ern. Die Köln-Bonner Theater-Gruppe, die wir ebenfalls eingeladen hatten, kamen nicht, weil ein Gruppenmitglied in den Nacht vorher verstorben war.
Ab ca. 23,30 Uhr CSD-Disco in der Räucherkammer mit DJ Uhura und DJ Michael
 
 
Und damals sah es in Wiesbaden noch so aus:
 
Leider haben wir schon vor dem 6. CSD und danach sehr viel Ärger von anderen Lesben und Schwulen bekommen, die auch mal den CSD in Wiesbaden organisieren wollten und sich große Mühe gaben, unsere Arbeit schlechtzureden.
Dabei haben sie allerhand miese und sich widersprechende Gerüchte verbreitet und sich allerdings ganz entschieden im Ton vergriffen, sogar homophobe Argumente benutzt, was einerseits für uns durchaus schädigend war und andererseits, weil deren Aktivitäten beim CSD durchaus zu spüren waren, uns klarmachte, dass wir den CSD als Projekt unserer Gruppe wohl besser aufgeben sollten.
Sie gründeten dann die Gruppe Come out e.V. und begannen, den CSD für das nächste Jahr, das Jahr 1999, von Gütlich GmbH in Frankfurt organisieren zu lassen.
Wir diskutierten diesen Vorgang in der Gruppe und es setzte sich die Meinung duch: dann lass die nur mal machen. Außerdem: Unter den Bedingungen derart feindseliger Angriffe hielten wir es nicht mehr für richtig, unsere Arbeit für einen CSD in Wiesbaden weiterzumachen. Den CSD 1999 bis 2002 findet Ihr auf der nächsten Seite.